05.05.2019

Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen

Mit Start des neuen Jahres bieten die KfW und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein neues Förderprodukt für betriebliche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen an. Gefördert werden private und kommunale Unternehmen sowie freiberuflich Tätige mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Contractingvorhaben sind nicht ausgeschlossen.

Folgende betriebliche Investitionen (Neu- als auch Erweiterungsinvestitionen) – geclustert in 4 Modulen – können im Rahmen des Programms „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft,“ gefördert werden:

Modul 1: Querschnittstechnologien, z.B.

-          Elektrische Motoren und Antriebe

-          Pumpen, Ventilatoren und Druckluftanlagen

Modul 2: Prozesswärmebereitstellung aus Erneuerbaren Energien z.B.

-          Solarkollektoranlagen, Biomasse Anlagen und Wärmepumpen

Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software

-          Erwerb- und Installation von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Sensorik zum Monitoring und der effizienten Regelung von Energieströmen zur Einbindung in ein Energie- und Umweltmanagementsystem

Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

-          Maßnahmen zur Abwärmenutzung wie zum Beispiel Einbindung der Abwärme zur Bereitstellung von Wärme inklusive aller hierfür erforderlichen Maßnahmen an der Anlagen- und Gebäudetechnik

-          Einspeisung in Wärmenetze inklusive Verbindungsleitungen

-          Verstromung von Abwärme (z.B. Organic-Rankine-Cycle -Technologie)

-          Maßnahmen an der Heizungs-, Klima-, Lüftungstechnik und der Beleuchtung sofern sie primär dem Produkt oder Prozess zugeordnet werden können

-          Maßnahmen zur energieeffizienten Bereitstellung von Prozesswärme und –kälte

-          Dämmung von Anlagenteilen und Leitungen, hydraulische Optimierung und Erneuerung von Druckluftleitungen

Die Förderung erfolgt entweder in Form der Anteilsfinanzierung oder in Form eines Teilschuldenerlasses aus Mitteln des BMWi für Kredite, die die KfW refinanziert. Die Höhe der Förderung liegt für die Module 1,3 und 4 bei 30% und für die Module 2 und 3 bei 45%. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten eine Bonusförderung von 10%.

-          Die geförderten Investitionen sind nach der Inbetriebnahme mindestens 3 Jahre zweckentsprechend zu betrieben

-          Der Zuwendungsempfänger muss schriftlich bestätigen, dass er in der Lage ist, den gesamten Eigenanteil an den zuwendungsfähigen und zuwendungsfähigen Kosten der geförderten Investition zu tragen

-          Die Gewährung der Förderung erfolgt nach gründlicher Prüfung (pflichtgemäßem Ermessen) und steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der erforderlichen Haushaltsmittel

Die Antragstellung erfolgt durch das berechtigte Unternehmen oder einen bevollmächtigten Energieberater. Förderfähig sind nur Maßnahmen mit denen zum Zeitpunkt der Bewilligung noch nicht begonnen wurde. Planungs- und Beratungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Für den Zeitpunkt der Antragstellung ist das Datum des Eingangs des Antrages beim BAFA bzw. der KfW maßgeblich. Bewilligungszeitraum/ Umsetzungszeitraum beträgt in der Regel 24 Monate

Auszahlung der Fördermittel erfolgt nachträglich mittels Verwendungsnachweis.

Der Energieberater muss für Förderprogramme des Bundes beim BAFA registriert sein.

Für Fragen zu den Programmen stehen unsere Energieberater Ihnen gerne zur Verfügung.





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